Business Improvement District (BID)

An der Dammtorstraße wird gebaut. Viel gebaut. Im Laufe dieses Jahres werden insgesamt fünf Gebäude neu errichtet bzw. umfassend saniert und geben damit der Straße ein modernes architektonisches Gesicht. Dabei entsteht ein reizvoller Kontrast zwischen neuzeitlicher High-Tech-Architektur und dem Gründerzeit-Charme der Altbauten. Die Dynamik der Veränderung des Standortes ist heute schon erlebbar und bietet einen Vorgeschmack auf die kommende Verschönerung der Straße durch das Business Improvement District – kurz BID genannt.

BID steht für ein in Nordamerika schon seit über 40 Jahren erprobten Weg, die Qualität einer Geschäftsstraße oder eines ganzen Quartiers zu verbessern. Mehr als 1.500 solcher Areale sind in den vergangenen Jahren weltweit entstanden, um die ökonomische Basis traditioneller Einkaufslagen zu stärken und unverwechselbare Orte mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen. Gerade die traditionellen Geschäftsstraßen haben in den letzten Jahren gegen die zunehmende Attraktivität von Shopping-Centern, Einkaufspassagen und zunehmend auch andere BID-Gebiete kämpfen müssen.

Hieraus wird deutlich, dass ein angenehmes und erlebnisreiches Einkaufsumfeld und eine hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum nur erreicht werden kann, wenn die Geschäftsstraßen mit der gleichen Professionalität und Nachhaltigkeit wie hochfrequentierte Einkaufszentren gemanagt werden. Diesem Ziel widmen sich BIDs.

Hamburg hat im Jahr 2005 als erstes deutsches Bundesland das Modell der Business Improvement Districts – hier auch „Innovationsbereiche“ genannt - eingeführt und angepasst.