Ziele für die Dammtorstraße
Es ist das gemeinsame Ziel aller beteiligten Akteure den etwa 280 m langen Abschnitt zwischen Gänsemarkt und Stephansplatz durch eine ansprechende Gestaltung des öffentlichen Raums und begleitende Marketingmaßnahmen aufzuwerten. Hierdurch soll eine Stärkung des Einzelhandels und der Dienstleistungen an diesem Standort erfolgen.
Aus der bisherigen Durchgangsstraße soll ein "Opernboulevard" entstehen, der für Anlieger und Besucher in kultureller wie in kommerzieller Hinsicht gleichermaßen anziehend ist (vgl. Öffentlich-rechtlicher Vertrag vom 23.03.2011, S.1).
1. Angebotsqualität und -vielfalt des Einzelhandels und der Dienstleistungen stärken
Für den Standort Opernboulevard aber auch im Rahmen der gesamten Innenstadtentwicklung Hamburgs ist es strategisch wichtig,
"..., den Einzelhandel nicht mehr am Gänsemarkt enden zu lassen, sondern die Entwicklung vom Gänsemarkt zum Stephansplatz ins Auge zu fassen, ..."
Die westlichen Einkaufslagen können so arrondiert und für eine größere Öffentlichkeit interessant werden (BSU, Innenstadtkonzept, S. 61).
Die Qualität des Angebots und der Vielfalt im Einzelhandel soll sich in den kommenden Jahren weiter steigern. Dies geschieht schon heute durch attraktive Neuansiedlungen insbesondere im gastronomischen Bereich (eröffnet: Campus Suite, Mama deli, Jim Block; künftig: Caligo Coffee, Joe & the Juice). Diesen Betreibern wird im Rahmen des BID eine ausreichend dimensionierte und attraktiv gestaltete Fläche für ihre Außengastronomie geboten.
Darüber hinaus ist es bereits heute schon gelungen, einzelne Dienstleister wie z.B. das Haut-Zentrum "Dermatologikum" als Ankermieter in der Alten Oberpostdirektion zu halten und hochmoderne Erweiterungsflächen für den Ausbau zum akademischen Zentrum für Gesundheit und Wissenschaft bereitzustellen. Ziel ist es, den Opernboulevard für weitere Dienstleister mit Magnetwirkung attraktiv zu gestalten.
2. Zentrale Kultureinrichtungen erhalten und weiterentwickeln
Eine der bedeutsamsten kulturellen Einrichtungen der Stadt, die Hamburgische Staatsoper, soll einen ihr angemessenen Eingangsbereich erhalten. Neben der Staatsoper soll das traditionsreiche Programmkino "Metropolis" wieder einziehen. Der historische Kinosaal aus den 50er-Jahren ist eingelagert und wird ab Herbst 2011 zu neuem Leben erweckt. Im Untergeschoss ist ein großes Kino-Foyer geplant. Die Kultivierung und Belebung des öffentlichen Raums im Rahmen des BID sollen dem Stellenwert dieser Einrichtungen zukünftig Rechnung tragen. Besucher der Kino- oder Opernveranstaltungen sollen zudem bequem und gefahrlos in die Parkhäuser oder zu den Haltestellen des ÖPNV gelangen.
3. Verkehr verträglich organisieren und gestalten
Das bestehende Missverhältnis von Flächen des motorisierten Individualverkehrs und denen für Fußgänger und Radfahrer soll an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Die Straßenführung ist dabei auf die Verkehrsmengen von > 20.000 Kfz am Tag und die Erfordernisse der hochfrequentierten Buslinien 4, 5 und 109 ausgelegt. Der Straßenraum soll deutlich in Flächen für den Pkw-Verkehr und Nebenflächen für Fußgänger gegliedert werden, um Besuchern Raum zum Flanieren und Verweilen zu bieten. Des Weiteren ist vorgesehen den Erfordernissen des Park- und Lieferverkehrs gerecht zu werden.

